sWIkakuck 7. Mai 2010
Nachdem wir gestern erfogreich nach 4 Stunden die syrische Grenze überquert haben, fanden wir einen tollen Schlafplatz 2 km hinter der Grenze. Nur blöd, dass wir das zweite mal in Folge neben bzw. im Auto übernachten mussten. Heißt: Körperpflege lässt auf sich warten.
Die syrische Bevölkerung ist wahnsinnig aufgeschlossen, sehr nett und hilfsbereit. Allerdings ist die Armut sehr groß. Wir sind heute nur 3 mal aus dem Auto gestiegen und wurden sofort verfolgt und angebettelt.
Alle anderen Menschen, denen wir begegnen winken uns zu, hupen uns an und wollen immer mit uns sprechen. Sie laufen zu unserern Autos und sprechen uns alle an, um herauszufinden was wir machen und wer wir sind.
Der Tag begann heute mal wieder um ca. 6:30 da wir nach 4 Stunden Schlaf von der Hitze geweckt wurden. Nur eine Stunde später haben wir das Shadow Werksteam getroffen. Zwei von drei Mercedes E 190 haben eine zerstörte Ölwanne (Bahnübergang kurz hinter der Grenze). Von da an hat sich das Team Orange getrennt. Hans-Jürgen und Karsten haben alle Hilfsgüter von beiden Teams nach Salamiyeh gebracht. Die Betreuer, wie auch die Kinder haben sich sehr über die Spenden gefreut.
Auf dem Weg zum Heim für behinderte Kinder mussten wir, wie jeden Tag, die Luft in unsererm Reifen auffüllen (Schaden an Felge nach rumänischem Schlagloch/Schlagkrater). Die Suche nach Pressluft gestaltete sich äußerst schwierig. Die dritte Tankstelle hatte endlich Druckluft aber keine Anzeige für den Druck. Die Druckanzeige funktionierte über das Wackeln an den Reifen!?!
Während dieser Zeit waren Stefan und Andreas mit dem Shadow Werksteam auf der Suche nach einer Werkstatt, die am Freitag, die Autos repariert (Syrer haben frei und Geschäfte sind geschlossen). Dank der syrischen Hilfsbereitschaft hat dies auch geklappt.Stefan und Andreas bekamen glücklicher Weise Begleitschutz von Team 66. Danke für den tollen Tag!
An sich waren wir heut ca.500km unterwegs und haben mal wieder gut 12 Stunden im Auto verbracht. Jetzt sitzen wir gerade in der wunderschönen Wüstenstadt Palmera in einem kleinen Hotel für 10€ pro Person und Nacht. Hoffentlich mit warmen Wasser.
Also dann bis morgen, da treffen wir uns alle in Damaskus. Das Ziel rückt näher…
Gefarene Kilometer ca. 4500 und in Syrien gefühlte 100 Grad.
Juhu Kamele nicht hinter Gittern:)

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